Sander Stiftung

2. Juli 2020 /

Neues Drittmittelprojekt

Förderung der Sander Stiftung zur Untersuchung der Histon-Demethylase LSD1 in Tumoren

Philipp Rathert erhält Forschungsgelder von der Wilhelm Sander-Stiftung.

Philipp Rathert konnte erfolgreich Forschungsförderung von der Wilhelm-Sander-Stiftung einwerben. Die Gelder werden ein Projekt unterstützen, welches sich mit dem regulatorischen der Lysin-spezifische Demethylase 1 (LSD1) beschäftigt, welche sich als vielversprechendes Ziel für die Krebstherapie herausgestellt hat. Die Transkriptionsfunktion von LSD1 wird durch ein hochkomplexes Netzwerk assoziierter Proteine reguliert, und unser begrenztes mechanistisches Wissen über die meisten dieser LSD1-Koregulatoren erschwert das Verständnis der LSD1-Funktion bei der Krebsentstehung und -erhaltung.

Philipp Rathert, Gruppenleiter am IBC, interessiert sich für die funktionelle Charakterisierung großer Chromatinkomplexe und Chromatinregulationsnetzwerke. Es treten verschiedene Übersprechschichten zwischen mehreren Komponenten dieses hochkomplexen Regulationssystems auf, und eine Fehlregulation des Epigenoms ist ein Merkmal vieler verschiedener Krankheiten, insbesondere von Krebs. Eine zentrale Frage wurde, wie Proteine, die auf Chromatin oder DNA einwirken, miteinander interagieren, um Gene zum richtigen Zeitpunkt ein- oder auszuschalten und einen gesunden Zellzustand herzustellen und aufrechtzuerhalten. Fortschritte in unserer Fähigkeit, die Dynamik und Verdrahtung von Chromatinregulatoren sowie die induzierte Transkriptionsleistung unter verschiedenen Bedingungen zu charakterisieren, werden unser Verständnis der Dynamik der Genregulation wesentlich verbessern. Daher kombiniert Philipp Rathert modernste funktionelle genetische Werkzeuge (RNAi oder CRISPR / Cas9) mit zellbiologischen und biochemischen Assays.

Seit ihrer Gründung vor über 40 Jahren hat die Wilhelm Sander-Stiftung über 2.260 Forschungsprojekte gefördert und ein Fördervolumen von rund 245 Mio. ausgeschüttet (Stand 31.12.2019).

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