Schema eines Oder-Schaltkreises

9. Mai 2018 /

Neues Drittmittelprojekt

Design von synthetischen, methylierungsbasierten, epigenetischen Genregulationsschaltern

Vor kurzem hat die Arbeitsgruppe von Prof. Jeltsch das Design von synthetisch-epigenetischen Schaltern beschrieben, die transiente Umweltsignale erfassen und diese Informationen in Form von DNA-Methylierungsmustern in Zellen speichern können (Maier et al., Nat Commun., 2017, 8: 15336). Potenzielle Anwendungen von solchen synthetisch epigenetischen Systemen sind vielfältig und beinhalten die Entwicklung von Bakterien, die als lebende Sensoren verwendet werden könnten, um Kühlketten zu überwachen, Umweltverschmutzung bei Produktionsstandorten oder Atomkraftwerken zu erkennen oder durch den menschlichen Körper zu wandern um Krankheitsmarker oder Stoffwechselzustände zu erfassen. In einem neuen DFG unterstützten Kooperationsprojekt wollen die Arbeitsgruppen von Prof. Jeltsch (Institut für Biochemie und Technische Biochemie) und Prof. Radde (Institut für Systemtheorie und Regelungstechnik) die potentielle Anwendbarkeit von künstlichen epigenetischen Schaltkreisen verbessern und ihre Schalteigenschaften besser verstehen. Hierbei sollen Methoden der Synthetischen Biochemie und quantitative dynamische Modellierung zum Einsatz kommen, um ein mechanistisches Verständnis der Regulierungsprinzipien, der Informationsverarbeitung und der Speicherung durch epigenetische Schaltkreise zu erhalten, ihre Leistungsfähigkeit und Komplexität zu steigern, und zusätzliche Eingangssignale zu erfassen.

Kontakt

Dieses Bild zeigt  Albert Jeltsch
Prof. Dr.

Albert Jeltsch

Abteilungsleiter Biochemie, geschäftsführender Institutsleiter

 

Prof. Nicole Radde

Professorin für Systemtheorie in der Systembiologie

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