28. Oktober 2015 /

Neue Veröffentlichung in "F1000 Research"

Probleme mit Antikörpern beeinträchtigen Chromatin Forschung

Antikörper gegen posttranslationale Modifikationen an Histonproteinen sind unentbehrliche Forschungsreagenzien in der Chromatin-Biologie. Allerdings zeigen diese Antikörper variable Eigenschaften und diese sind oft unzureichend dokumentiert. In diesem Kommentar in F1000 Research, fordern wir Antikörper-Hersteller und Anbieter auf, detaillierte und chargenspezifischen Produkt-Dokumentationen zur Verfügung zu stellen, und damit weitere Qualitätskontrollen durch Endkunden unnötig zu machen. Darüber hinaus ist die Anwendung von polyklonalen Antikörpern an sich nicht nachhaltig, weil Experimente nicht wiederholt werden können, nachdem die entsprechende Charge von einem Antikörper verkauft wurde. Als Folge davon existieren in Chromatin Biologie große Datenmengen, streng gesprochen, in einem "grauen" Bereich außerhalb der Gültigkeit der Regeln für naturwissenschaftliche Daten, da es unmöglich ist, die zugrunde liegenden Experimenten zu wiederholen. Wir weisen abschließend darauf hin, dass eine Verwendung von monoklonalen oder rekombinanten Antikörpern oder Histon-Bindungsdomänen anstelle von polyklonalen Antikörpern wünschenswert ist, um die langfristige Reproduzierbarkeit der experimentellen Arbeiten in diesem Bereich zu verbessern.

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