Bild einer Tumorzelle überlagert mit einem schematischen Bild einer mutierten PKMT

18. August 2014 /

Neue Veröffentlichung in "BBA - Reviews on Cancer"

Funktion von somatischen Tumormutationen in humanen Protein Lysin Methyltransferasen

Methylierung von Lysin-Resten ist eine wichtige posttranslationale Modifikationen von Histon-und Nicht-Histon-Proteinen, die durch Protein-Lysin-Methyltransferasen (PKMTs) eingeführt wird. Eine wachsende Zahl von Berichten zeigen, dass aberrante Lyinmethylierung eine zentrale Rolle bei der Krebsentstehung spielt, die oft mit einer abnormalen Expression der PKMTs korreliert ist. Gesamtgenom- und Transkriptom-Sequenzierung haben gezeigt, dass somatische Mutationen in PKMTs im Tumoren häufig auftreten. Dazu gehören Mutationen, die zu einer abweichenden Expression oder falscher Lokalisierung der PKMTs führen. Demgegenüber kann der mutationsbedingte Austausch einer Aminosäure in der PKMT nicht nur zum Verlust der Enzymaktivität führen, sondern auch die Eigenschaften des PKMTs ändern - entweder durch Änderung des Produkt- oder die Substratspezifität oder durch Erhöhung der Enzymaktivität. Dies führt schließlich zu einem  "gain of function" Phänotyp. In diesem Beitrag geben wir einen Überblick über die Rollen der EZH2, SETD2, NSD, SMYD, MLL und DOT1L PKMTs in der Carcinogenese. Der Schwerpunkt liegt auf den Auswirkungen von somatischen Tumormutationen in diesen Enzymen. Die Untersuchung der Wirkung von somatischen Tumormutationen in PKMTs ist entscheidend, um die allgemeine Rolle dieser wichtigen Klasse von Enzymen bei der Krebsentstehung zu verstehen und stärker individualisierte Krebstherapien zu entwickeln und zu verbessern.

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